EOS R5 II Review

Ich dachte die 5D Mark IV wäre mein Ende der Fahnenstange gewesen, die R7 würde mir neben der 5D Mark IV reichen. Falsch gedacht, die R7 fixte mich an. Die 5D IV kann zu Ebay…. und ja der Sprung zur „neuen Kamera“ ist einfach der Wahnsinn. Der Autofokus der R5 II ist Champions League. Der Augenfokus und die Motivverfolgung ebenso. Die Bildqualität ist das beste was ich bisher kenne. Rolling Shutter habe ich bisher nicht bemerkt obwohl ich z.B. gerne den Eisvogel fotografiere.

Ein paar Facts:

  • Geschwindigkeit: Dank des neuen 45 MP Stacked-CMOS-Sensors sind Serienaufnahmen mit bis zu 30 Bildern/Sek. (Elektr. Verschluss) möglich. Der Rolling-Shutter-Effekt ist bisher bei mir nicht aufgetaucht.
  • Autofokus (AF): Das verbesserte Dual Pixel Intelligent AF nutzt Deep Learning AI für präzise Motiverkennung. Eine innovative Funktion ist der Eye Control AF, bei dem der Fokuspunkt durch den Blick des Fotografen in den Sucher ausgewählt wird. Hierfür hatte ich aber noch keine Muse mich damit zu beschäftigen.
  • In-Body Image Stabilization (IBIS): Die Kamera verfügt über eine 5-Achsen-Bildstabilisierung direkt am Sensor. In Kombination mit kompatiblen RF-Objektiven erreicht das System eine Stabilisierungsleistung von bis zu 8,5 Blendenstufen in der Bildmitte und ca. 7,5 Stufen im Randbereich.
  • Fotoqualität: Die 45-MP-Auflösung liefert detailreiche Bilder und lässt Raum fürs beschneiden. Die Bildqualität ist bis ISO 3200 sehr gut und auch 6400 finde ich noch völlig in Ordnung. Bei extrem hohen ISO-Werten soll das Rauschen im Vergleich zum Vorgängermodell etwas stärker sein, dass habe ich aber noch nicht gebraucht, da die Stabilisierung z.B. bei 1/60 oder 1/100 aus der Hand noch oft klappt bei statischen Motiven. Tipp: lieber ein minimal verrauschtes Bild als ein unscharfes und dementsprechend besser angepasste Verschlusswerte testen.
  • Videoqualität: Ermöglicht interne Aufnahmen in 8K RAW mit bis zu 60p sowie 4K mit bis zu 120p. Das Überhitzungsproblem der ersten R5 wurde durch besseres Wärmemanagement und einem nicht hörbaren Lüfter behoben.
  • Design: Das Gehäuse ist minimal größer als das der R5 und kleiner als das der 5D IV. Der Ein-/Ausschalter wurde leider auf die rechte Seite verlegt. Separate Schalter für Foto- und Videomodus erleichtern die Umschaltung, ich gewöhne mich nicht so ganz daran.
  • Konnektivität & Akku: Verfügt über einen HDMI-Anschluss in voller Größe und zwei Speicherkartenfächer (CFexpress und SD). Die Kamera nutzt einen neuen Akkutyp LP-E6P um das max. heraus holen zu können. Alte Akkus sind teils kompatibel, unterstützen aber z.B. nicht die pre continuous shooting Funktion (Burst). Folgende 2 Cardslots sind vorhanden 1x CFexpress Type B Slot und einen universellen UHS-II SD-Karten Slot.


Fazit

Die Canon EOS R5 Mark II, die ich seit Ende 2024 nun über ein Jahr besitze, ist eine leistungsstarke Hybridkamera, die in den meisten Bereichen, insbesondere bei Geschwindigkeit und Autofokus, deutliche Verbesserungen gegenüber ihrem Vorgänger R5 bieten soll und gegenüber der 5D Mark IV definitiv bietet. Sie ist eine hervorragende Wahl für Natur-Fotografen wie ich finde. Die erste R5 gibt es mittlerweile zu einem guten Gebrauchtpreis falls man in ähnliche technische Spähren günstiger vorstoßen möchte.